Sturm

Die Oberfläche dieses Werks ist eine Stratigrafie des Schweigens. Der Zement, in aufeinanderfolgenden, überlagerten Schichten aufgetragen, errichtet eine raue und dichte Topografie, in der man — kaum sichtbar — die Umrisse von Gebäuden, Bögen, horizontalen Strukturen liest, die an verdichtete und vergessene Skylines erinnern. Das vorherrschende chromatische Feld ist das Grau in all seinen Variationen: Perl, Asche, Schiefer, Blei; und dennoch ist die Leinwand nicht eintönig. Kleine Ausbrüche von Kobaltblau, mineralischem Ocker, ein Blitz aus Karminrot zeichnen die innere Landkarte des Werks nach — Lebenszeichen in einer ansonsten versteinerten Landschaft.

Die Komposition gliedert sich in eine präzise innere Architektur: Ein dunklerer äußerer Rahmen umgrenzt das malerische Feld wie die Schwelle eines Fensters oder der Rand eines alten Dokuments und lenkt den Blick auf einen zentralen Kern, in dem sich die Materie verdichtet und in taktilen Reliefs erhebt. Der untere Bereich der Leinwand entfaltet nahezu kalligrafische horizontale Sequenzen, die Straßen, geologische Schichtungen, Zeilen eines erodierten Textes andeuten.

Città Sommersa gehört zu Bazzonis Erforschung der sedimentierten Erinnerung: der Idee, dass jede Oberfläche — städtische wie malerische — ein Archiv von Anwesenheiten ist, ein Palimpsest, in dem die Gegenwart die Vergangenheit nicht auslöscht, sondern sie verdichtet, sie in Materie verwandelt.

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